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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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seines Sohnes, was wir von dem Soh-ne in seinem Namen begehren.

Nit brüderlicher Theilnabme durchdenke ich,meine verehrte geistliche Leser! besonders Ihr, theurejunge Männer! diesen Gegenstand, und wenn ichihn l nge, ruhig, unbefangen und von allen Seitendurchdenke; wenn i.h betrachte, wie von den erstenJahren unsre Lebens an Verführung, wieBöses, das wir alle so häufig sehen und hbren, undwir Studierende auch noch lese» müsse», wieunsere Lebensart auch in diatischer Rücksicht, wiedas eigenthümliche Temperament so manches Jüng-lings auch ohne zufällige Verführung, so zu sagen,ohne irgend einen andern Reiz von außen, wieunsittliche Werke der Künstler (der Bildhauer,Mahler, Kupferstecher, Lichter, ins besondere fürGesang in Musik gesetzte Poesieen) wie der seiteinem Jahrhundert so schamlos gewordene Anzug deSandern Geschlechtes, wie Belustigungen in Ge-sellschaften, besonders bey Tänzen, wie selbstBerufsstudien des Theologen, des Juristen und deSArztes, und deren Behandlung im wirklichen Amte ach! so vieles, so vieles, ohne daß ich nöthighätte, die Versuchungen unreiner Geister mitzurech-nen , auf unsre vor aller Erziehung, vor aller äußernEinwirkung, von der Geburt an schon verdorbeneNatur und Sinnlichkeit los stürmt, unsere nachbil-