erforschlich. Weshalb der unsterbliche Hat.ler, der nncrmüdetste Späher und Kennerderselben demuthövoll sang:
^In's Innere der Natur dringt kein er-schaffncr Geist,
„Zu glücklich, wann sie noch die auß'reSchale weist;
„Du hast nach reifer Müh', und nach durch-wachten Jahren,
„Erst selbst, wie viel uns fehlt, wie nichtsdu weist, erfahren" ^).
Wir sind auf diesem zwar ungeheuergroßen, aber in Vergleich der ganzen uner-meßlichen Schöpfung, wie ein Sandkornunbedeutendem, Erdball von Millionen Wun-dern umringt, welche die unbegreisiiche Machtund Weisheit ihres Urhebers auf das ein-leuchtendste und unwiedersprechlich beurkunden.Allein welcher Sterbliche wagt es, nur diemit unbewaffneten Sinnenwerkzeugen wahr-nehmbaren, alle zu erfassen, bis in ihreinnersten Triebfedern zu verfolgen, sie zu ent-ziffern und jede Dunkelheit in ihrem Orga-nismus auszuhellen! Dieser Sterbliche, dersich größtencheils selbst ein Räthsel ist, dersich weder geistig, noch körperlich in deninnersten Gemächern genau kennt: der zwar.
r) Die Falschheit menschl. Tugenden. Schwei-zerische Gedichte. S. 94- Reutlingen 1785.
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