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heit und Demuth mangelt, wollen alles er-gründe», enträthseln und begreifen. Dahersie in ihrem gelehrten Stolze die Wahrheitjeder Begebenheit keck leugnen, wovon siedie Triebräder und Ursachen nicht ergrübelnkönnen. Dies mögte immerhin seyn, wennhe ihre Zweifel in ihre Studierstuben be-schränkten und verschlössen. Allein, wennsw dieselben in die große Welt schicken,wo vielleicht nur wenige vermögend sind,oder Lust haben, sie gehörig zu prüfen undihre Wahrheit oder Falschheit in'S Licht zustellen; so richten sie, falls ihre Zweifel diewichtigsten und heiligsten Wahrheiten betref-fen, und sie auf versteckten und verbrämtenJrrthümern beruhen, einen unberechenbarenSchaden an, weshalb sie sehr tadelnöwerthsind.
Je anhaltender und tiefer Jemand indas Heiligthum der Wissenschaften und derNatur geblickt und darinn geforscht hat,mit desto größerer Demuth wird er wiePaulus gestehen müssen: "All' unser Wif-sen ist Stückwerk und unvollkommen unserbegeisterter Vortrag, i. Korinther XIII. y.daher die gründlichsten Gelehrten auch ge-wöhnlich die bescheidensten und demüthigstensind.
Vollends sind die Natur und ihre gehei-men Hebel und Kräfte dem Menschen un