61
krampf sehe gut in diagnostischer, ätiologi-scher, semiotischer und therapeutischer Hin-sicht kannten, und eine Menge Heilmitteldagegen empfahlen, erwähnen des Opiums,des Quecksilbers und der lauen Bader mitkeiner Sylbe; lind Dioöcorides von Ana-zarba, der älteste Schriftsteller über dieHeilmittellehre, 'welcher gleich nach Christuslebte, und ausführlich über die Kräfte desOpiums handelt, und die Krankheiten auf.zählet, in welchen es zu seiner Zeit gebrauchtwurde, gedenkt hierbei) jdcS Sarrkrampfsgar nicht H. Auch sind cS keine hundertJahre, daß die Aerzte den Mohnsaft inner-lich in diesem Uebel anwenden ^).
Eingeräumt, Christus hätte solche unver-wüstbare Naturkräfte gehabt, daß alle bis-her genannte, zu seiner Vernichtung abzie-lenden Todesursachen, vereint nicht vermögthätten, den jugendlichen Keim seines körper-lichen Lebens zu zerstören; so mußte er dochendlich entweder dem Brande oder der Eite-rung seiner fünf schweren Wunden erliegen.
Die Verletzungen an den vier Extremi-täten gehören zu den gerijsenen und gcquetsch-
s) Llatsrla ineclica. IM. IV. klap. 60-P. Z4Z.
lbuxelunl Oallorum 1554.l>) Halles 6s es» opil salukrl et noxio.Seel. IU. x>. 14 . Vrililslavlae 1760-