Druckschrift 
Einleuchtende medizinisch-philosophische Beweise, daß Jesus Christus, nach der an ihm vollzogenen Kreuzigung, nicht von einer Todähnlichen Ohnmacht befallengewesen, sondern wahrhaft gestorben u. darauf von den Todten wieder auferstanden sey : allen Verehrern des wahren Christenthums zugeeignet
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

ungestüm fortgerijsen, der ihn dem Sy ne-drium wieder vorstellte und erklärte, er hättenichts strafbares an ihm gefunden, um aberdie rachedürsteuden Priester zu besänftigen,ihn rohen zügellosen Soldaten zur Geißelungpreis gab, die ihm eine aus Dornen gefloch-tene Krone auf das Haupt preßten undeauuibalischen Spott und Frevel mit ihmtrieben, und, da die verworfenen Priesterdurchaus sein schuldloses Blut verspritzt sehenwollten, endlich, um diesen entarteten Die-nern der Gottheit gefällig zu seyn, die nie-derträchtige Feigheit hatte, ihn kreuzigen zulassen; ich sage, alle diese Leiden und dervergiftende Schmerz und Grain über solchezahllose empörende Mißhandlungen warenallein schon mächtig genug, einen gefühlvol-len Menschen auf der Stelle zu tödten, oderlangsam Zu Tode zu martern.

Das Gefühl des Schmerzes, des Kum-mers oder der Schande bey den Menschen,deren Beispiele ich oben erzählt habe, unddie dadurch schnell getödtet oder in heftigeKrankheiten gestürzt wurden, konnte nicht solebhaft und mächtig seyn, als bey Jesus:weil bey Keinem die Ursachen so wichtig,augrcifeud und erschütternd waren. Dennwas empört ei» ausgezeichnet erregbares mo-ralisches Gefühl arger, als, nach Verrichtung