nicht immer so schnell tödten, so nagen sie,wie ein schleichendes Gift unaufhörlich andem Keime derselben, vernichten ihn langsam,oder kommt eine andere Krankheit hinzu, somachen sie unausbleiblich dem Leben einschnelles Ende. Ich stimme daher nach ei-ner 43 jährigen ausgebreiteten Kunstübungdem berühmten Leipziger Arzte Auersbachbcy, wenn er sagt, daß nach fünfzig JahrenPraxis ihn die Erfahrung überzeugt habe,daß der größte Thcil seiner Mitbürger anKummer und Unruhe der^ Seele gestorbensey
Wenn nian die hier vorgetragenen un-widerleglichen Thatsachen auf die LeidenJesus anwendet, welche wichtigen Folgerungenlassen sich daraus ziehen. Welch eine Sum-me der zerstörendsten Affecte mußte seine sozart fühlende, cdele Seele bestürmen, unddie physischen Lebenskräfte seines fein gebil-deten, sehr empfindlichen Körpers verzehrenund lähmen*)!
g) Tissot a. a. O. S. 399-r) Keiner hat die grenzenlosen Leiden Jesusanschaulicher und mit lebhafteren Farbengeschildert, als Isaak Hoffner in seinenFcstpredigtcn 1 Thcil. S. 227. Strasburg1801. Dies herrliche Buch möchte ich Je-dem empfehlen, der sich im ächten Christen-thume befestigen will.