Druckschrift 
Einleuchtende medizinisch-philosophische Beweise, daß Jesus Christus, nach der an ihm vollzogenen Kreuzigung, nicht von einer Todähnlichen Ohnmacht befallengewesen, sondern wahrhaft gestorben u. darauf von den Todten wieder auferstanden sey : allen Verehrern des wahren Christenthums zugeeignet
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

len; so kann ich mich hier nur mit derreininenschlichen Natur Jesu befassen undmuß ans alle in ihm wohnende göttlicheEigenschaften verzichten. Ich kann also indieser medicinisch - philosophischen Untersu-chung nur vorausseßen, er war blos Menschmit großen Geistesgaben ausgerüstet.

Da ein Zeitraum von beynahe 48 hun-dert Jahren zwischen seinem Tode und unsliegt, und da bey demselben keine gelehrteAcrzle zugegen waren, die seinen Tod nack-strengen medicinischen Kriterien prüfen konn-ren; so kann ich hier nur allgemeine Argu-mente zum Grunde legen.

Die Zerstörung der Reizbarkeit und desLebensprincips geschieht der Erfahrung zu-folge durch geistige und körperliche Potenzen:und wenn der Tod gewaltsam bewirkt wird,gewöhnlich durch plötzliche Vernichtung derReizbarkeit, z. B. bey denen durch denBlitz Erschlagenen, durch Verblutungen,Zuckungen oder Zerrüttungen der zum Lebennöthigen Organe.

Die Geschichte der Heilkunde ist vollvon Vorfällen, welche beweisen, wie geistigePotenzen, heftige Leidenschaften, die schreck-lichsten Krankheiten erzeugten, den Todbeschleunigten, oder unmittelbar und plötzlich

2 '-