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von dem guten Geschmack.
sagen kann, daß cs ein eben so großer Fehlersey, zu viel Witz zu haben, oder gar keinen zuhaben: So viel ist gewiß, daß man diese bcy.den Briefsteller im Anfänge zu sehr erhoben, undhernach zu sehr verachtet hat. Und beydcs schei-net mir eine Ausschweifung zu seyn. Die Brie-fe des Hrir. von Fomencllc, die man ihm un-ter dem Namen des Ritters Her * * znschrcibt,und welche der Hr. von Skeinwehr ins Deut-schc übersetzet hat, werden zwar des Fehlers be-schuldiget, daß sie zu viel Witz haben wollen;allein, wenn man von dem Seneca sagen könn-ke, er sey voller schönen Fehler; so kann mangewiß noch mehr von diesem reichen Geiste sa-gcn,
Wenn Fontenellc fehlt, so fehlt er allzeit Wir,
Es sind verschiedene Briefe in seiner Sammlung,worinn das Scharfsinnige gar nicht übertriebenist, und die man in der That für unverbesserlichhalten muß. Die Frau von Gevl'gne *) be-halt unrer allen Frauenzimmern den Preiß, wcl-che Briefe geschrieben haben. Ihre Sprachescheinet die Sprache der Grazien zu seyn: Allesist darinn natürlich, witzig , ohne daß es witzig
seyn
*) Ihre Briefe sind aufs neue zu Haag 172,6, in sechsBanden anfaelegt.