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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
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n 8 Fünftes Sendschreiben >

Fragen Sie nicht, mein Herr, warum ich michso lange bcy einer Schrift aufhaltc, die ich nurzu ihrer Beschämung hätte blos nennen dürfen.

E6 geschiehst gar nicht, um die Mcßiadczu vcr«theydigen; denn sie ist, unfern Zeiten scy Dank!in keiner Gefahr, und alle Critikcu werden ge.wiß noch ein Blat mehr in den Kran; geben,den die Musen für den Verfasser des McßiaSflechten. Hr. Klopstock kann aufallcs nicht schönerantworten, als durch die ungcstöhrte Fortsetzungseines Gedichtes. Aber cs verbrieft mich, daßeine so übel ausgesonncne Erfindung den Bey.fall von Männern erhalten soll, die Einsichtenhaben, die wider Ucberzcugung, und vielleicht ^aus Absichten, die ihrem Herzen wenig Ehrc ma- jchen, diese Erfindung freundlich ansehen undzum Theil billigen, und dadurch so viele andere sMenschen in die Versuchung setzen, mit freund«lich zu scyn, und mit zu billigen: Das verdrieß !mich. Ich dächte, die Deutschen hätten nichtUrsache, den Geschmack von dieser Seite zu lumzäunen, und Dinge blos darum zu verwerft !fcn, weil sie neu sind, und sich den Vorwurf 'jzu verlängern, daß noch kein Heldengedicht unter >ihnen aufgekommen sey: Denn man wird sich dochwohl mit posiels VOirrekind nicht groß ma-chen dürfen.

Unter den Italiänern ist Tastö mit seinem