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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
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Zweytes Sendschreiben

Um die Alten recht zu verstehen, und ste mit Ge-schmack lesen zu können, muß man nicht nur dieGeschichte ihrer Zeit wissen, und von ihren eigenenLebcnöumstanden unterrichtet scyn; sondern auchihre Sitten und Gebrauche kennen. Zu dem er-steren kann unter andern B»ollms Abe-

r/>»W dienlich seyn, wobcy man auch die Lebens«laufe der Alten, die entweder vor ihre Schriftengesetzt worden, oder dir man wie z. E. MidletonsLeben des Cicero, besonders hcrausgegcben hat,aufmerksam lesen muß: In Ansehung des An-dern ist die Kenntnis der Alterthümer nöthig.

In den griechischen Altcrthümcrn scheint eSuns wirklich an einem Buche zn fehlen, das voll-ständig, ordentlich und doch auch nicht zu kostbarwäre. Denn was den

*) betrifft, welchen Jacob Ero-novius herausgegeben, so ist dieses Werk theilsfür viele zu kostbar, theils soll es auch bey allerseiner Grösse doch noch in vielen Stücken Mangel-

Haft

*) Dieser Dliekinirns kam zu Leyden in den Jahren1697. bis 170z. in iz. Folianten heraus. Es isteigentlich ein grosser Eatalogus der besten Schrif-ten, die einzeln über griechische Alterthümer her-ausgekommen sind, sowie auch 6a/<evii

tiom. In der Miüiniliegno Lbni-kle D. I. p. 118- stehet von beyden dieses Ur-rhcil: oE ^0^ /»It