Vorrede.
nahe von gleichen Verdiensten, mit dersie den angenehmen Vertrag machte,! daß sie beyde ein Buch lesen, und sich
i davon an einem gewissen Tage in der
Woche Rechenschaft geben wollten, waseine jede für sich darinn für Schönhei-ten und nützliche Sachen bemerkt hatte.Dieses klarte auf beyden Seiten ihrenVerstand ungemein auf, und bildete inihnen einen zärtlichen Geschmack. Eswar ein Vergnügen, mit Climenen zudisputiren, ob sie sich gleich sehr dafürhütete, sobald sie glaubte, daß sie sichj nur einigermaßen dadurch dem Verdachti einer Eitelkeit aussetzte: So gerne man! ihr auch recht gab, weil sie meiftentheils^ nach ihrer richtigen Denkungsart rechthatte; so lehrbegierig war sie dennoch,in ihren Meynungen gewiß zu werden,und man machte ihr durch einen blinden! Beyfall keine Schmeichelet). Ich habe! von ohngefehr einige Aufsätze von ihrgesehen, daran man die Schülerin desLeibniz und des Fonteneüe erkannte, und
so