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Critischer Entwurf einer auserlesenen Bibliothek für den Liebhaber der Philosophie und schönen Wissenschaften : in einigen Sendschreiben an einen Freund
Entstehung
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Vorrede.

will, so muß sie einmal sehr außerlesenseyn, und man muß sie zweytens rechtzu gebrauchen wissen. Was thut Ti-mon , daß er ohne allen UnterschiedBücher zusammenrafft, nur nach Ti-teln kauft, von einem Buche aufs an-dere fällt, und sich gar keine Mühegiebt weiter zu untersuchen, was erlese, und in welcher Ordnung und Ab-sicht er lese? Wenn man von seinerBibliothek die schlechten und magerenSchriftsteller abziehen sollte; was fürein kleines Haustein würde nicht übrigbleiben! Aber Timon sagt, man mußauch die schlechten Bücher lesen; essteckt immer etwas gutes darinn: undwarum sucht er denn das Gute nichtreiner und reichlicher in wenigem Bü-chern; und warum muß er die schlech-ten eben kaufen, wenn es ihm nichtverboten ist, sie zu lesen? Es habenwenige Menschen in der Welt Zeit, Be-ruf und Geschicklichkeit dasjenige zuthun, was ein sinnreicher Mann un-serer Zeit sägt: * 4 Os