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1 (1844) Gedichte
Entstehung
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Wir waren Beide ganz allein,

Bedroht von keinem Freudenränbcr.

Auch Königinnen sind bekannter Maßen Weiber;Wie sollt' es nicht die von Golkonde jeyn?

Ich suhlte mich am Leib und am GemiitheIn meiner ersten Jugendzeit,

Und unterhielt daher die Königin» noch heut',

Als ob die Königin» noch, wie Aline, blühte;Weil einer Königin», wie man gewöhnlich glaubt,Auch selbst das Alter nie der Jugend Bliithe raubt.

Nachdem wir so daö Fest des Wiedersehns gefeiert,Und kräftiglich durch Wort und ThatDen ersten Liebesbund erneuert,

Ließ sie sich ihren Hof-OrnatDurch eine traute Zofe bringen,

Die auf ihrZeichen schnell ans nahem Buschwerk trat.Sie cntalinte sich; und unbefangen gingenWir auf das Schloß zurück. Des ganzen Hofes StaatErschien vor ihr in glänzender Parade;

Und Jedermann ward durch die Huld und Gnade,Womit sie ihm entgegen kam, entzückt.

Der hier ward angeredt; der dort ward angeblickt;Und angclächclt wurden Alle;

Kurz, wie ein schönes Weib auf ihrem Ehrenballe,Schien sie die Liebschaft Jedermanns; alleinGanz Niemands Königin» zu seyn.

Nach aufgehobnem Mittagsmahle,

Das alle Welt mit ihr genoß,

Entzog sie sich mit mir dein Troß