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1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
493
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Auch fehlt, wie sich verstehet, nicht

Der Pfad, der Bach, die schmale Brückenplankc.

Nur Eins, das Mädchen noch gebricht.

Kaum aber wünscht dies mein Gedanke,

So tritt auch daö daher. Es trägt denselben Topf,Vermuthlich auch voll Milch, auf seinem Kopf;

Und ist anKleidung,Wuchs,Gestalt undGang nndMiene,Von Haupt zu Fuß bis auf ein Haar Mine.

Ist das ein Traum? Ist eS Bezauberung?

Jst's Wirklichkeit? Sind's leere Schattenbilder?"Rief ich mit Ungestüm in wilderBetäubender Verwunderung.

KeinZaubcr, sagte sie, kein Traum hat dich betrogen,Kein leerer Schatten hat von mirDir Wirklichkeit nur vorgelogcn;

Sie leibt und lebt; Aline steht vor dir.

Ihr Aug' und Herz verricth dich gestern ihr.

Sie wünscht', in der Gestalt von dir erkannt zu werden,Worin sie dir zum ersten Mal gefiel,

Und überraschte dich daher mit diesem Spiel.

Sie kommt, in deinem Arm von ihrenKronbeschwerdenSich auszuruhn; und setzt auf ihren Kopf,

Anstatt der Krone, jenen Topf,

Stets unvergeßlich ihr auf Erden.

Durch dich nur fühlt die arme MilcherinnSich glücklicher, als jede Königin»."

Mein Herz vergaß die Königinn im Grünen;

Ich sah und hörte nur Alinen.