Druckschrift 
1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
475
Einzelbild herunterladen
 

475

An das Herz.

Sonctt.

Äangc schon in manchem Sturm und DrangeWandeln meine Füße durch die Welt.

Bald den Lebensmüden bcigcscllt,

Ruh' ich ans von meinem Pilgergangc.

Leise sinkend saltct sich die Wange;

Jede meiner Blüthen welkt und fällt.

Herz, ich muß dich fragen: Was erhältDich in Kraft und Fülle noch so lange?

Trotz der Zeit Despoten-Allgewalt,

Fährst du fort, wie in des Lenzes Tagen,Liebend wie die Nachtigall, zu schlagen.

Aber ach! Aurora hört cs kalt,

Was ihr Tithonö Lippen Holdes sagen.Herz, ich wollte, du auch würdest alt!