Liebe ohne .Heimath.
Sonett.
Ä^eine Licke, lange, wie die TaubeVon dem Falken, hin und her gescheucht,Wähnte froh, sic Hab' ihr Nest erreichtIn den Zweigen einer Götterlanbe.
Armes Täubchen! Hart getäuschter Glaube!Herbes Schicksal, dem kein andres gleicht!Ihre Hcimath, kaum dem Blick gezeigt,
Wurde schnell dem Wetterstrahl zum Raube.
Ach, nun irrt sie wieder hin und her!Zwischen Erd' und Himmel schwebt die Arme,Sonder Ziel siir ihres Flugs Beschwer.
Denn ein Herz, das ihrer sich erbarme,
Wo sie noch einmal, wie einst, erwärme,Schlägt für sie auf Erden nirgends mehr.