„Ach nein, Ehrwürdiger, ach nein!
Sprich dieses Wort nicht mehr!
Mein Trauter war so lieb und hold,
War lauter, echt, und treu, wie Gold,Und aller Falschheit leer.
„Ach! ist cs wahr, daß ihn das GrabIm dunkeln Rachen hält?
So sag' ich meiner Heimath ab,
Und setze meinen PilgerstabFort durch die weite Welt.
Erst aber will ich hin zur Gruft;
Da will ich nicderknien;
Da soll von Seufzcrhauch und Kuß,
Und meinem TauscndthräncngnßDas Gräöchcn frischer blühn." —
„Kind Gottes, kehr' allhier erst ein,
Daß Ruh und Kost dich Pflegt!
Horch! wie der Sturm die Fahnen trillt,Und kalter Schlossenrcgen wildAn Dach und Fenster schlägt!" —
„O nein, Ehrwürdiger, o nein!
O, halte mich nicht ab!
Mag's seyn, daß Regen mich befällt!Wäscht Regen auS der ganzen WeltDoch meine Schuld nicht ab."-