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„Geduld, Kind Gottes, weine nicht!Nun bete desto mehr!
Vergcbner Gram zerspellt das Herz;Das Augenlicht verlischt von Schmerz;Drum weine nicht so sehr!" —
„O nein, Ehrwürdiger, o nein!Verdamme nicht mein Leid!
Denn meines Herzens Lust war Er;
So lebt und liebt kein Jüngling mehr,Auf Erden weit und breit.
Drum laß mich weinen immerdar,
Und seufzen Tag und Nacht,
Bis mein verweintes Auge bricht,
Und lechzend meine Zunge spricht:Gottlob! Nun ist's vollbracht!" —
„Geduld, Kind Gottes, weine nicht!
O seufze nicht so sehr!
Kein Thau, kein Ncgcntrank erquicktEin Veilchen, das du abgcpflückt.
Es welkt und blüht nicht mehr.
Huscht doch die Freud' auf Flügeln, schnellWie Schwalben, vor uns hin.
Was halten wir das Leid so fest,
Das, schwer wie Blei, das Herz zerprcßt?Laß fahren! Hin ist hin!" —