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Und immer höher schwoll die Fluth;
Und immer lauter schnob der Wind;
Und immer tiefer sank der Muth. —
O Retter! Retter! Komm geschwind! —Stets Pfeiler bei Pfeiler zerborst und brach.Laut krachten und stürzten die Bogen nach.
„Halloh! Halloh! frisch auf gewagt!"
Hoch hielt der Graf den Preis empor.
Ein Jeder hört's, doch Jeder zagt,
Aus Tausenden tritt Keiner vor.
Vergebens durchheulte, mit Weib und Kind,
Der Zöllner nach Rettung den Strom und Wind. —
Sieh, schlecht und recht, ein BauersmannAm Wanderstabe schritt daher,
Mit grobem Kittel angethan,
An Wuchs und Antlitz hoch und hehr.
Er hörte den Grafen; vernahm sein Wort;Und schaute das nahe Verderben dort.
Und kühn in Gottes Namen, sprangEr in den nächsten Fischerkahn;
Trotz Wirbel, Sturm, und Wogcndrang,Kam der Erretter glücklich an.
Doch wehe! der Nachen war allzu klein,Der Netter von Allen zugleich zu seyn.