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Und, als sich ihr Leben znnr letzten ermannt,
Da streckte sie nach dem Gefäße die Hand,
Und schlang'ö in die Arme und hielt eS im Schoost,Und deckte, waö drinnen verborgen war, bloß.
Da rauchte, da pocht' ihr entgegen sein Herz,
Als fühlt' cs noch Leben, als fühlt' cs noch Schmerz.Jetzt that sich ihr blutiger Thränenquell auf,
Und strömte, wie Regen vom Dache, darauf.
„O Jammer! Nun gleichest du Wasser und Wind:Wohl Winde verwehen, wohl Wasser verrinnt;Doch alle verwchu und verrinnen fa nie! —
So du, o blutiger Jammer, auch nie!"
Drauf sank sie, mit hohlem gebrochenen Blick,
In dumpfen Todestaumel zurück,
Und drückte noch fest, mit zermalmendem Schmerz,Das Blutgefäß an ihr liebendes Herz.
„Dir lebt' ich, o Herzchen, dir sterb' ich mit Lust!—O weh muss O wch! —Du zcrdrückstmir die Brust! —Herab! — Herab! -— Den zerquetschenden Stein!—Oh! — Jesu Maria! — Erbarme dich mein!" —
Drauf schloß sie die Augen, drauf schloß sie den Mund.Nun rannten die Boten; dem König ward'ö kund;Laut scholl durch die Säle das Zetergeschrei:„Prinzessin» ist hin! Ans, König, herbei!"