Lenardo und Blandine.
^landine sah her, Lenardo sah hm,
Mit Augen, erleuchtet vom zärtlichsten Sinn:Blandine, die schönste Prinzcssinn der Welt,Lenardo, der Schönsten zum Diener bestellt.
Zn Land und zu Wasser, von nah' und von scrn,Erschienen viel Fürsten und Grafen und Herrn,Mit Perlen, Gold, Ringen und Edelgestein,
Die schönste der schönen Prinzessen zu srein.
Allein die Prinzessinn war Perlen und Gold,
War Ringen mit blankem Gestein nicht so hold,Als oft sie ein würziges Blümlein entzückt,
Vom Finger des schönsten der Diener gepflückt.
Der schönste der Diener trug hohes Gcmüth,Obschon nicht entsprossen aus hohem Geblüt.
Gott schuf ja aus Erden den Ritter und Knecht.Ein hoher Sinn adelt auch niedres Geschlecht.
Und als sie 'mal draußen in fröhlicher Schaar,Von Schranzen umlagert, am Apfelbaum war,
Und Alle genossen der lieblichen Frucht,
Die emsig der stinke Lenardo gesucht: