Der Ritter und sein Liebchen.
Ein Nittcr ritt einst in den Krieg,
Und als er seinen Hengst bestieg,Umfing ihn sein seins Liebchen:
„Leb' wohl, dn Herzensbübchen!
Leb' wohl! Viel Heil und Sieg!
Komm fein bald wieder heim in's Land,Daß uns umschling' ein schvnrcs Band,Als Band von Gold und Seide:
Ein Band aus Lust und Freude,Gewirkt von Pricsterhand!" —
„Ho ho! Kam' ich auch wieder hier,Du Närrchen du! was hülf' cs dir?Magst meinen Trieb zwar weiden;
Allein dein Band aus FreudenBehagt mit Nichten mir." —
„O weh! So weid' ich deinen Trieb,Und willst doch, falscher Herzensdieb,In's Ehband dich nicht fügen!
Warum mich denn betricgcn,
Treuloser Unschuldsdieb?" —