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1 (1844) Gedichte
Entstehung
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113
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Abendphantasie eines Liebenden.

weiche Ruh' hinabgesunkcn,Unaufgcstört von Harm und Noth,

Vom süßen Labcbecher trunken,

Den ihr der Gott des Schlummers bot,Noch sanft unchallt vom AbcndlicdeDer Nachtigall, im Flötcnton,

Schläft meine Molly - AdonideNun ihr behaglich Schläfchen schon.

Wohlauf, mein liebender Gedanke,Wohlauf, zu ihrem Lager hin!

Umwebe, gleich der Ephcuranke,

Die cngclholde Schläferinn!

Gcneuß der übersüßen FülleBollkommncr Erdenseligkeit,

Wovon zu kosten noch ihr Wille,

Und ewig, ach! vielleicht, verbeut!

Ahi! Was hör' ich? Das GesäusclVon ihres Schlummers Odcmzug!

So leise wällt durch das GckräusclDes jungen Laubes Zephyrs Flug.Darunter mischt sich ein Gestöhne,

Das aus entzücktem Busen geht,

Wie Bienensang und Schilfgetvne,

Wann Abendwind dazwischen weht.

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