5 »
„O Mutter! Was ist Seligkeit?
O Mutter! Was ist Hölle?
Bei ihm, bei ihm ist Seligkeit,
Und ohne Wilhelm Hölle!
Lisch ans, mein Licht, aus ewig aus!Stirb hin, stirb hin in Nacht und GrausOhn' ihn mag ich auf Erden,
Mag dort nicht selig werden."-
So wiithcte VerzweiflungIhr in Gehirn und Adern.
Sie fuhr mit Gottes VorsehungVermessen sort zu hadern;
Zerschlug den Busen, und zerrangDie Hand, bis Sonnenuntergang,
Vis auf am HimmelsbogenDie goldnen Sterne zogen.
Und außen, horch! ging's trap trap trap,Als wie von Nosseöhufcn;
Und klirrend stieg ein Reiter ab,
An des Geländers Stufen;
Und horch! und horch! den PfortenringGanz lose, leise, klinglingling!
Dann kamen durch die PforteVernehmlich diese Worte:
„Holla, Holla! Thu' auf, mein Kind!Schläfst, Liebchen, oder wachst du?
Wie bist noch gegen mich gesinnt?
Und weinest oder lachst du?" —