Druckschrift 
1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

96

Sie frug de» Zug wohl auf und ab,

Und frug nach allen Namen;

Doch Keiner war, der Kundschaft gab,

Von Allen, so da kamen.

Als nun das Heer vorüber war,

Zerraufte sie ihr Nabenhaar,

Und warf sich hin zur Erde,

Mit wüthiger Geberde.

Die Mutter lief wohl hin zu ihr:Ach, daß sich Gott erbarme!

Du trautes Kind, was ist mit dir?"Und schloß sie in die Arme.

O Mutter, Mutter! hin ist hin!

Nun fahre Welt und Alles hin!

Bei Gott ist kein Erbarmen.

O weh, o weh mir Armen!"

Hilf, Gott, hilf! Sich uns gnädig an!Kind, bet' ein Vaterunser!

Was Gott thut, das ist wohl gethan.Gott, Gott erbarmt sich unser!"

O Mutter, Mutter! Eitler Wahn!

Gott hat an mir nicht wohl gethan!

Was half, was half mein Beten?

Nun ist's nicht mehr vonnöthcn."

Hilf, Gott, hilf! Wer den Vater kennt,Der weiß, er hilft den Kindern.

DaS hochgelobte SacramentWird deinen Jammer lindern."