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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Wer einen Grnß von mir empfängt mit diesem Stempel,Er kommt vom Herzen ans der Liebe Sonnentempel.

82 .

Am letzten Tag des Jahrs blick' ich zurück anf's ganze,Und leuchten seh' ich es gleich einem Gottesglanze

ES war nicht lauter Licht, nicht lauter reines Glück,

Doch nicht ein Schatten blieb in meinem Sinn zurück.

Die Freuden blühn mir noch, die Leiden sind erblichen.Und ins Gefühl des Danks ist alles ausgeglichen.

Ich gab mit Lust der Welt das Beste was ich hatte,

Und freute mich zu sehn, daß sic's mit Dank erstatte.

Nichts Bessrcs wünsch' ich mir, als daß so hell und klar,Wie das vergangne, mir sei jedes künft'gc Jahr.

88.

Am Ncnjahrsmorgen merkt man wol ans SchicksalszcichcnGlaubt' ich den mcinigcn, so müßt' ich schon erbleichen.

Ich schlüpft', als ich aufstand, verkehrt in mein Gewand;Als ich die Uhr nahm, fand ich, daß sic stille stand.

Mog' alles, was verkehrt ich dieses Jahr soll thnn,

So leicht wie dis Gewand sein nmznwenden nun!

Und wenn mir soll die Uhr des Lebens stille stehn,

Mög' cs so unvermerkt und sanft im Schlaf geschehn!

84 .

Nicht leicht vergeht ein Tag, an dem nicht was geschah,Das herzlich mich erfreut, wenn ich es recht besah.