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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Erfassend und erfaßt, erregend und erregt,

Sei gleich dem Ew'gcn selbst, bewegt und unbewegt.

76 ,

Mit Unvollkommenheit zu ringen, ist das Loos

Des Menschen, ist sein Werth, und nicht sein Mangel blos.

Was unvollkommen ist, das soll vollkommen werden;

Denn nur znm Werden, nicht znm Sein, sind wir auf Erden,

77 ,

Wer still steht, bleibt zurück, wenn Andre Vorwerts gehn;O Unglück und o Glück! nie darfst du stille stehn.

Was hilft's, wonach du rennst, als Höchstes zu erkennen,Wenn du zugleich erkennst, es sei nicht zu crrcnnen!

Der grade Weg ist nicht, nur immer gradaus gehn;

Du mußt dich nach dem Ziel, das stets sich wendet, drehn.

Wie gern beschied' ich mich, ich sei noch nicht am Ende,Wenn ich mich nur nicht stets am Anfang wieder fände!

78 ,

Bon Zeit zu Zeit ein Schlag dem übcrmütl/gen Knaben,Lehrt ihn besonnener gebrauchen seine Gaben.

O danke Gott, daß dir zur rechten Zeit von obenWard immer solch ein Wink, wann du dich überhobcn,

76 ,

Wie ist die Autorschaft ein dorniger BernsFür einen, dessen Herz wie meines Gott erschuf!