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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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38 .

Du hast gewis dein Theil von Lust, was du genossen,Bergessen, daß du mm drciublickcst so verdrossen.

Eriunre dich, wie schön einmal die Welt dir war!

So ist sie Andern jetzt, so ist sic immerdar.

So ist sie immerdar, nur immer andern Augen,

Für die sie grade taugt, die für sie grade taugen.

Und taugt sic dir nicht mehr, so taugt sie Ander» noch ;Und taugst du selbst ihr nicht, so taugst du Andern: doch.

Die Welt ist ewig schön, die Welt ist ewig jung.

Nicht im Genüsse, nur in der Erinnerung.

39 .

Halt' aufrecht, lieber Sohn, den Wuchs und deinen Geist,Daß du von gradem Sinn und graden Gliedern seist!

Die falsche Demut senkt, die Tücke senkt ihr Haupt;

Dein freien Mnth hat Gott empor zu schaun erlaubt.

Bedenke, wessen Sohn du bist, richt' ans im AdelDes Selbstgefühles dich, und fürchte keinen Tadel.

Den Tadel hast du nur zu fürchten, wenn du weichstDem Vater einst am Werth, dem du am Bilde gleichst.

ro.

Das ist das Wetter nicht, das, als sie mich gebar,

Die Mutter mir versprach, bald ist's nun fünfzig Jahr,

Als einen Monatlang sie die Geburt verschoben,

Daß sie erst den April ließ seine Laun' austobcn: