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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Der zarten Moose krausgcästctcs Gewimmel,

Von andern übersehn als unscheinbarer Schimmel;

Doch wer mit rechtem Blick und Kunstsinn es gewahrt.Dem ist des Schöpfers Kunst auch darin offenbart,

Nicht minder als im glanzentfaltcten GebäudeBnntkronigcr Blnmcnpracht, jedermanns Angcnfreudc:

So im von Meisterhand entworfenen GedichtSind Reize, die so leicht nicht fallen ins Gesicht,

In denen doch sich zeigt des Meisters Kunst und MachtNicht minder als im Schmuck erfindungsreichster Pracht;

Doch nur der Kenner und Liebhaber von KleinheitenErgeht sich an derlei verborgenen Feinheiten,

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Wol ist die Poesie stets vor der Welt voraus;

Wann kommt ihr diese nach, wo sie ist längst zu Hans?

Doch geht die Poesie der Welt auch hinterdrein.

Die stets voraus ihr rennt, nie holt sie jene ein.

Wenn hier die Poesie ein Feld hat angebaut,

Hat schon das Leben sich nach andrem nmgeschaut.

Was aber soll sie, wo das Leben ist entstehn?

Sie sträubt sich lang', und muß am Ende doch davon;

Und muß den Spuren nach, wo jetzt das Leben weilt;Da wohnt sie nun, indes das Leben weiter eilt;

Und schmückt die Spuren schön, sodaß sich dran erquicktDas Leben, wcnn's einmal stillstchend um sich blickt.

So ist die Poesie hier stets Vergangenheit,

Doch ew'ge Zukunft dort für Zcitbcfangcnheit,