Es ist nur Eitelkeit, wenn dn dir vorgenommcn,
Mein Freund, daß, was du schreibst, sei alles ganz vollkommen.
Die leichte Tändelei ist nicht der Muhe Werth,
Und minder noch die Welt, die solchen Schmuck begehrt.
Sag' ihr, der Welt, eh' sie Vollkommenheit verlangeBon uns, daß sie erst selbst Vollkommenheit erlange!
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Dn klagst, unmöglich sei fiir's Volk zu dichten heut.Wann aber hat des Volks die Dichtkunst sich erfreut?
Selbst in der schönsten Zeit der Kunst ward dargebotcnDoch ihre Gabe nur Hellenen, nicht Heloten,
Nun sind verschmolzen zwar Heloten und Hellenen,
Doch immer weiht die Kunst nur diesen sich, nicht jenen,
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Dem Dichter ist das Weib die liebste Richtern:,Besonders wenn sie selbst ist keine Dichterin,
Doch sei sie Dicht'rin auch, wenn sie Gefühl nur singtGemäßigtes, das rein ans ihrer Brust entspringt.
Noch widriger, als die den Schlei'r der Zucht zerreißt,Ist die ausschweifender Empfindung sich befleißt.
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Die Kürze lieb' ich sehr, der Rede Bündigkeit,Wodurch ein Dichtermund zeigt seine Mündigkeit,