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7 .
Der Dichter, der nur ist ein Dichter, ist ein KindIn dieser Zeit, da wir gereift zu Männern sind.
Kind bleiben, ist nicht schlimm, nicht schlimm es wieder werden,Nur schlimm sind kindische statt kindlicher Geberdcn.
Was aber seid denn ihr, die ihr so männlich thut,
So grämlich ernst ans'S Spiel herabzusehn geruht?
Ihr glaubet euch gereift, und seid doch nur verblüht.
Vom Froste nur bereift, anstatt vom Than besprüht.
Was war' ein rechter Mann? Der mit dem Kern sich nährteDer ganzen Wissenschaft und den zu Kunst verklärte;
Der machte ganz die Welt — Bruchstücke mein' ich nicht —
Zu einem reizenden und lehrenden Gedicht.
8 .
An alter Poesie verblühten BlumenbeetenDie silbcnstechcndcn Ausleger der Poeten
Erwecken mir halb kühl im Busen und halb schwülAus Stolz und Trauer ein gemischtes Mitgefühl:
Stolz, daß ein leichtes Wort zu solchen Ehren kam,
Und Trauer, daß die Lust der Welt solch Ende nahm;
Daß diese Blumen, die mit Dust und Glanze neuEinst Herzen labten, nun sind solcher Ochsen Heu.
Auf, Lieder, laßt uns frisch der frischen Welt gefallen',
Eh' wir verdorrt zum Raub dem dürren Vieh heimfallen!