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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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17 .

O hätt' ich Baume doch vor fünfundzwanzig JahrenGepflanzt, als rüstig noch dazu die Hände waren!

sie hätten längst nun schon mit Schatten mich gelabt,Mit goldner Früchte Lohn auch meinen Fleiß begabt.

Nun statt der Obstbanmzncht erzog ich Liederkeime,

Mir trugen weder Frucht noch Schatten all die Reime.

I».

Der wird nicht wirken viel mit allen seinen Werken,

Wer gleich bei jedem Werk die Wirkung will bemerken.

Tu wirke fort und fort in deinen Werkbezirkcn!

Wirkt nicht das Einzelne, doch wird das Ganze wirken.

Ist Eines abgethan, so fang' ein Andres an,

»ud warte nicht, bis erst dein Erstes Lohn cmpfahn.

Wie der Zitroncnbanm zu neuer Blüte greift,

Lhn' abznwarten, bis zur Frucht die alte reist.

Als Knabe ließ ich so gestellte Dohnen hangenllud blieb nicht stehn dabei, bis etwas sich gefangen.

Ich that nach anderm Ziel indessen einen GangUnd hob beim Heimweg ans den Dohnen meinen Fang.

Wo müßig lauernd ich mich hätt' im Busch versteckt,Hätt' ich mir selber nur die Vögel weggeschreckt.

19.

Wo üppig Unkraut wächst, von Niemand angebant,Wird ebenso, wenn du es anbaust, wachsen Kraut.