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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
Seite
606
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Wie schön, daß so voraus sich diese beiden setzen,Und du der dritte bist, daran dich zu ergetzcn!

' 3 .

Warum die Allmacht nicht ohn' Nebel schuf die Welt?Weil ein vollkommneS Bild nicht lauter Licht enthält.

Der beste Maler kann'S nicht ohne Schatten malen,Die stets notbwendig sind, damit die Lichter stralcn.

4 .

Sowahr du hier die Welt nur kannst im Zwielicht sehn,Sowahr wird sie dir dort im vollen Glanze stehn.

Was also bist du auf's Unmögliche beflissen,

Umsonst zu forschen, was du einst von selbst wirst wissen?

Weil Trieb nach Wahrheit nur die Bürgschaft ist des Wahren.Nur was du suchtest hier, das wirst du dort erfahren.

So sprach der Filosof: Gebt Stoff mir und Bewegung:Genug ist beides mir zu einer Welt Anlegung.

Stoff und Bewegung ist gegeben, nimm sie nur!

Was hast du angelegt? Ach eine große Uhr.

Und sei es eine Uhr mit stets gespannter Feder,

An der auch nie im Lauf sich laufen ab die Räder;

Und sei es eine Uhr, die selbst, indem sie geht,

Sich anfzieht, richtet ein und auf sich selber steht;

An der mit Flötenton beim Stnndenschlag hervorTritt bunter Bildertan;, und wieder ab im Chor: