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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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2 «.

Nichts elender, als halb geschlafen, halb gewacht:

Du hast nicht ansgernht und hast kein Werk vollbracht.

21 .

Der Ruhm des Mannes ist des Weibes höchster Reiz,Die Ehre seines Weibs des Mannes höchster Geiz.

22 .

Geziemend ist der Schmuck an Weibes Leib allein,

Und die geschmückte soll der Schmuck des Mannes sein.

23 .

Ein reizendes Gesicht ist kranker Angen Balsam,Das fein gefällig ist und nicht znsehr gefallsam.

24 .

Anfang und Ende sind wol unter sich verwandt,Doch ist der Anfang blind, das Ende hat's erkannt.

2n.

Ein Stadtthor kannst du wol verschließen mit dem Riegel,Doch legen kannst du nicht auf Feindes Mund ein Siegel.

26 .

Das Rephnn ißt ein Korn, dazu ein Körnlein Sand,Es frißt dir nicht die Ernt' und nicht dein Ackerland.