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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ich denk'? ich glaub'? ich mein'?" ei, Gottbehüte, neinDas würd' Unwissenheit in andrer Wendung sein.

Nicht sagen will ich's dir, du wirst es schon erfahren,Erwarte nur die Zeit, du kannst dein Fragen sparen."

70 .

Des einen freu' ich mich, wenn rückwcrts geht der BlickAus meines Lebens bnntverworrcnes Geschick,

Wo der Zusammenhang der Pfade zn entgehnDem Aug' und alles scheint in irrem Kreis zu drehn;

Des einen sren' ich mich, daß doch, statt zn ermatten,Die Reise leichter stets, je weiter, gieng vonstatten;

Ms sie die Federkraft, die schwindende der GliederErsetzt durch tragendes unsichtbares Gefieder;

Eodaß ans seiner Bahn der Geist miihloser strebt,

Der, wo er nnten sonst gerungen, oben schwebt.

Wenn nnn sich ein Gedank' ans jener Zeit erfrischtIn neuer Form, ist ihm was Eignes beigemischt:

Das jugendliche Roth der Wangen hat er nicht,

Doch dafür einen Stral auf seinem Angesicht.

Ich konnte, wollt' ich Abgethanes neu verrichten,

M mein Gedichtetes in höhern Stil umdichten.