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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Weil dich, sein Bild, er nicht znin Werkzeug wollt' erniedcrn.Doch darauf kann sogleich der schlichte Sinn crwiedern :

Ein König göttlich gnt, hätt' er dazu die Macht,

Die Seinen hätt' er frei nnd gnt zugleich gemacht.

Da er nnn nicht zugleich nus gab die beiden Gaben,

Wird der Allmächtige dazn die Macht nicht haben.

Was ist's nun, das die Hand der Allmacht also band?

Da ist der Menschenwitz gekommen an den Rand,

Und überall wird er ;n solchem Rande kommen,

Wie er das Räthscl sonst ;n lösen unternommen.

Darum zurück in dich! du bist durch Gottes KraftEin Räthsel zwar, doch das ist dir nicht räthselhaft:

Daß du nicht siind'gen mußt, wicwol du sünd'gen kannst;Daß dn'S nicht sollst, nnd dazn Gottes Kraft gewannst,

.

Wol ärgern dumpfen Sinn des Geistes Widersprüche,Dem fcinern aber sind sie dnst'ge Wohlgerüche,

Denn in der Endlichkeit thnt nur durch WiderspruchUnendlichkeit sich kund, wie Segen in dem Fluch,

Die höchsten Dinge, die dein Denken nie kann denken,Gerad' ans diese muß sich stets dein Denken lenken.

Was du erkennest als nnwesenhaften Schein,

Bekennest du zugleich als wcscnhaft allein.

Und was als Wirklichkeit dir steht vor allen Sinnen,Macht in Unwirkliches der höchste Sinn zerrinnen.

Nur wenn du so zugleich bejahest nnd verneinest,

Fühlst du, daß im Gemiith du Gott nnd Welt vereinest.