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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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467
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ES scheint ihm rechte Müh'n zu kosten, bis den WolkenEr gleich versiegten Küh'n ein Tröpflein erst entmolken.

Dem Tröpfeln folgt die Trans', und ist es erst im Zug,Geht's immer leichter ab, und mehr oft als genug,

Zo wie ein statischer Gaul bocksteif ist eine Frist,

Und erst gelenk wird, wann er warm geworden ist.

Und wie ein Dichter, der znlang' an sich gehalten,Anstrengung braucht, um neu die Flügel zu entfalten.

Darum in jedem Werk, bist du einmal im Zug,

Treib' zu und schaffe fort, doch mehr nicht als genug.

2 »,

Was wird nun dieser Tag, der heutige, dir bringen?

Was wird er lassen dir gelingen und mislingen?

Was wirst du Schönes sehn, was wirst du Wahres denken?Wohin wird Geist und Sinn sich heben und sich senken?

Was er auch bringen mag, du sammle den Ertrag!

Ein jeder Tag ist für den Geist ein Erntetag,

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Des Kindes erster Trieb ist sinnliches Bedürfen,

Und später wächst die Kraft zu geistigen Entwürfen,

Wie alle Menschen nun von Anfang Kinder sind;

Tie Menschheit selber, war sie anfangs auch ein Kind ?

rie war's in einem Sinn, im andern Sinne nicht;

Die Menschheit war ein Kind wie nengeborncs Licht,

bie neugebornes Licht, im Osten angeglommcn,iicht gleich dem Mittag ist, doch ebenso vollkommen;