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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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464
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Die Seelen waren in der Weltseel' einst beisammen.

Wie Tropfen in dem Meer, alswie im Fcncr Flammen,

Den Weltlcib halfen sic beseelen rind beleben,

Von ihnen keiner war ein eigner Leib gegeben.

Sie aber wünschten nnn ein eigenes Gebiet,

Darin zu herrschen, wie der eigne Trieb es rieth.

Und abgegrenzet ward ein Weichbild so für jede,

Daß zwischen ihnen nicht Verwirrung werd' und Fehde,

Nnn wirkt gesondert jcd' in ihrem eignen Leibe,

Wie mit der Wcltseel' einst in Sonn- und Mondenscheibe,

Die Sonn- und Mondenscheib' ist nicht dadurch verglömme»,Doch schöne Glieder sind znm Vorschein hier gekommen.

Darum gesegnet sei der Seele Trieb, zu waltenIn einem Leib und schön das Jrd'sche zn gestalten,

Sic möge siegreich nnn ihr kleines All verklären,

In Einklang haltend es mit Sonn- und Mondensfären,

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Die Seelen alle sind umher gestellt im Kreise,

In dessen Mitte ruht die Gottheit wirkend leise.

Die Punkte, die da sind die Seelen, all in Regung,Sind um den Mittelpunkt in ewiger Bewegung,

Sie können, wie sie nah sich aneinander schließen,Sich doch berühren nicht, noch ineinander fließen.

Von jedem Punkte ist zur Mitt' hincingesübrtDie Linie, womit an Gott die Seele rührt.