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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Sie wohnen in der Brust, wie Blumen auf der Flur,Und eine Hinnnelslust ist solch ein Anblick nur.

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Nicht unter Gleichen ist die Freundschaft, noch Ungleichen,Nur zwischen Achnlichen, die sich Berschiednes reichen.

Wer etwas geben soll, muß eine Füll' an Gaben,

Und wer empfangen will, muß einen Mangel haben.

Und eines Mangel muß des andern Fülle sein,

Sonst ist es nicht ein Tausch, nur einer Täuschung Schein,

Wenn du nicht geben kannst, was ich empfangen kann;

Das Wasser nimmt kein Tel und auch kein Feuer an.

Doch hast du geist'ges Oel, und du hast geist'ge Flammen,So traget ins Gefäß der Freundschaft sie zusammen.

Der Glutdocht wird im Oel, das Oel am Glntdocht brennen.Und hell im Lampcnschein zwei Geister sich erkennen.

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Ein Geist, der schöpferisch den meinen angehaucht,

In dessen Glanz ich mich mit Sehnsucht eingetaucht;

Ich habe doch von ihm nichts als die Form genommen,

Und aller Stofs ist mir von andern hergekommcn.

Die Welt ist lauter Stoff; du nimmst von denen ebenDen Stoff, nimmst sie als Stoff, die sonst nichts können gebe».

Und nur dem Geiste selbst, der hier das Höchste gab,

Das geistige Gepräg, nimmst du nichts Jrd'sches ab.

So hat die Sonncnblum' ihr Himmelsbild in Augen,

Und läßt die Wurzel rings im Boden Nahrung saugen.