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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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Die ganze Welt gewebt aus Gold und Edelstein;

Und nur zu schärfen dient es ihm der Habsucht Pein:

So ward erschlossen auch mein Blick von Wundersalbeu,

Und ungeahnte Schütz' erblick' ich allenthalben;

Die ganze Welt gewebt ans Sonn' und Bluincnschein ;

Und zur Befriedigung gereicht cs mir allein.

Zufrieden seh' ich, daß ich niemals kann ausbeutcn

Der Schöpfung Schacht und nie ihr Räthsclspicl ansdentcn.

Der Schacht, in dem das Erz nachwächst ans innrer Kraft;Das Räthsel, das, gelöst, wird doppelt räthsclhaft.

Und lösen wir mit Glück, was wir zur Zeit aushabcn,

Schon anfgegeben sind der Folgezeit Aufgaben.

Und was zu lösen wir die Hoffnung jetzt aufgaben,

Das lösen leicht einst, die zu lösen das anfhaben.

Ich aber freue mich, nach Lust hcrvorznholen,

Und fürchte nicht, zuletzt zu finden taube Kohlen.

Und was ich selber Lust nicht Hab' hcrvorznholen,

Sei einem lustigem Geschlecht von mir empfohlen.

Noch lange wird die Axt den Urwald nicht ausreutcn,

Noch lange Bienenfleiß den Frühling nicht ansbcnten:

Solang' in Gott und Welt sich Herzen still ausfrcnten,

Und Maienglocken sacht des Lenzes Sieg ausbeutcn :

Solang' wird frohe Kunst die Wunder nur ausdenten,

Tic eines Künstlers Hand' ans die Natur ausstrcutcn.

Er gebe Leben mir, Gesundheit, innrc.Lnst!

Denn noch zur Hälft' ist nicht der Schatz in meiner Brust.

Nicht längstes Leben reicht ihn vollends ausznbcuten,

Lb Tochtertöchtcr ich ansstattcte zu Bräuten.