Lern' alles was du magst! nichts ist ganz unerheblich;Auch das Vergebliche gelernt ist nicht vergeblich.
Du lerntest wenigstens die große Kunst daran,
Zn lernen. Alles lernt, wer erst das Lernen kan.
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Wenn du verachten willst, was Andre vor dir dachten:Wie sollen, was du denkst, die nach dir denken, achten?
Ja, deinem Denken selbst kannst du kein Zntrann schenken,Wenn du kein Zntrann hast zu andrer Denker Denken.
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Wenn alles Mcnschcntlmns ist Wurzel Eigennutz,
Komm, laß uns reinigen die Wurzel von dem Schmutz!
Auf diesem Grunde laß uns stehn mir und erklären,
Wie jene Wurzel selbst das Höchste muß gebären.
Ein jedes Wesen eingepslanzt hat von NaturDen Grundtrieb: wie es ist, sich zu erhalten nur.
Was dieser dunkle Trieb nun in der Thiere Zunft,
Das ist im Menschen selbst erleuchtete Vernunft.
So kann Bcrnunstmacht nie sein mit NaturgewaltenIm Widerspruch; ihr Trieb ist auch, sich zu erhalten.
Wodurch sic sich erhält, ist Tugend, Thal und Kraft,
Davon das Widcrspicl ist Schwäch' und Leidenschaft.
Nicht Leiden, sondern Thun, nicht Ohnmacht, sondern Stillst,Das sind des menschlichen Naturtriebs Tugcndwcrkc.
In diesem Streben nun, von innen frei durchgängigZu wirken, fühlt der Trieb sich außen rings abhängig.