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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Weh dir, wenn dich verstimmt, was auftaucht uud verschwimmt,Md das Gefühl von dem, was dableibt, dir benimmt!

Dil fühlst die heil'ge Glnt, halt' ihr den Ranch zu gut,

Werd' über Freund uud Welt und dich nicht ungcmnt!

Du kannst durch Liebeskraft einmal die beiden klären,

Daß sie ein andermal dir gleichen Dienst gewähren.

Die Welt ist gut, der Freund ist gut, und gut bist du;

Md wenn ihr böse scheint, gib es dem Schein nicht zu.

78 .

halt' ein Paar Freund' im Haus, das Wissen und den Glauben,Und laß von keinem dir des andern Freundschaft rauben.

Vom einen sei genährt dein Geist und aufgeklärt,

Nom andern dir in Noth und Zweifel Trost gewährt.

7 !>.

k Aerheb' dich nicht, wie jener Pharisäer,

^ Als stehe Gottes Huld dir, als dem Sünder, näher!

i^Wemi er dich besser schuf, hast du nicht dich erschaffen;

Und kämpfst du besser dich, so gibt er dir die Waffen.

8 «.

Wo in Behaglichkeit sich darf die Seele wiegen,

Verliert der Geist den Trieb zur Heimat aufzufliegen.

Was dich zuin Himmel spornt, darüber willst du klagen ?Nimm an mit Dank auch gottgesaudtes Unbehagen!

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