Alswie ein Kindlein tritt in diese Welt mit Klagen,
Ans dieser so die Seel' in jene mit Verzagen.
Wie schwer das Kindlein sich entwand dem Mutterschaf;.So ringt die Seele sich ans diesem Leibe los.
Doch wie das Kindlein nun, gewöhnt der neuen Lust,Nicht mehr zurück znm Schoß sich sehnet von der Brust:
So wird die Seele bald, von h'öherm Licht umfangen,Znm dunkeln Aufenthalt nicht mehr znrückverlangen.
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Beklagen sollt' ich dich? ich kann dich nur beneiden,
Denn nicht jedwedem wird gegeben so zu scheiden,
Wie du geschieden bist, mit Gott und Welt in Frieden,
So ohne Schmerz und Web von Weh und Schmerz geschieden.
Des Himmels Ruh verklärt dein Todtenangesicht:
Und wäre sie gewährt dem sel'gcn Geiste nicht?
Es wird mir still zu Mnth, ins Antlitz dir zu sehn,
Und herzlich wünsch' ich, mvg' auch mir einst so geschelm.
!»I.
Vom Todtcn saget man: er ist zu Gott gegangen;Alsob znm Ewigen könnt' Endliches gelangen!
Alsob könnt' Endliches vom Ew'gen ferne sein!
Was ist, das ist, wo auch cs ist, in Gott allein.
Du hast in Gott gelebt und bist in Gott geschieden,Und bist geblieben, wo du warst, in Gottes Frieden.
Das ist die Seligkeit, zu der nicht wird gelangenDie Seele dort, in der sic hier nicht angesangen.