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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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283
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Ein Blick sieht überall, er sieht aufs Leben nieder.

Wie meins, des Vögeleins ; drum bring' ich's lebend wieder,

Der Meister sah sich um, die Schüler waren stummDen jüngsten zog er vor, nun wussten sie, warum.

Die tobten Vögelein setzt' er zurück ins Nest,Um's lebende herum, und drückte sanft sic fest.

Vom Wunderhanch der Huld sind ste lebendig worden :Beleben kann der Herr, doch soll der Mensch nicht morden

Der Wandrer im Gebirg verlor die rechten «-teige,Und blickt umsonst umher, wer ihm dieselbe» zeige.

Doch ein Einsiedler sitzt vertieft dort in Gebeten,

Und fragend nach dein Weg, kommt er zu ihm getreten

Da hebt der fromme Mann, und spricht dazu kein WortDen Finger himmelan und betet schweigend fort.

spricht der Wandersmann: Ich weiß, daß durch GebetUnd Weltentsagung dort der Weg zum Himmel geht

Doch jetzo möcht' ich den zum nächsten Dorfe wissen;Wenn du die Knude hast, so laß mich sie nicht missen.

Da wiegt der fromme Mann, und spricht dazu kein Wort,Das Haupt verneinend ernst. Der Wanderer geht fort,

^ Und denkt i Was könnt' es wol dem frommen Manne schadenWenn er bewandert war' auch in der Erde Pfaden?

Am Himmel würd' es dort ihm keinen Eintrag thun,

's Zeigt' er den Weg mir hier; den zeige Gott mir nun!