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64 .
O Herz, in Lust und Schmerz so trotzig als verzagt,Du bist ein Jäger, Herz, und bist zugleich gejagt.
Du jagest nach der Zeit, die flüchtig dir entweicht,Und fliehst die Ewigkeit, die sicher dich erreicht.
63 .
Mit Stolz genießen wir, was wir mit Kampf erwarben;Die Wunden sind geheilt, es schmücken uns die Narben.
Doch einen Stachel läßt der Kampf zurück im Herzen;Bei bösem Wetter wird die Ehrennarbe schmerzen.
66 .
Du findest im Besitz Genüge nimmermehr;
Denn es begehrt dein Herz entweder immer inehr,
Oder, hast du genug, so fürchtest du Verlust;
Und dort ist so wie hier der Stachel in der Brust.
67 .
Zu Gottes Angesicht wie steigt sich's schwer empor!Denn sieben Himmel sind, und jeder hat ein Thor.
Und ist dnrch's eine Thor gegeben frei der Lauf,
So thnn deswegen sich noch nicht die andern ans.
Was gültig ist als Paß, durch dieses Thor zu kommen,Wird nicht gleich ebenso bei jenem angenommen.
Vielmehr wird Reineres von Thor zu Thor begehrt,Daß Reinstes droben sei von Gottes Blick verklärt.