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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Dn siehst dein eigen Bild, und hast dich selbst entehrt,

Wenn dn die Achtung, die es fordert, ihm verwehrt,

Aus jedem Angesicht blickt menschliche Vernunft,

Das Gotteslicht, wie auch getrübt, gedämpft, verdumpft.

Wenn du es nicht erkennst, so liegt die Schuld an dir;

Dn siehst das Thier nur, weil du selbst nur siehst als Thier,

Des Thieres Sein ist Kampf, des Menschen Geist ist Frieden:Sind wir erst Menschen ganz, so ist der Kampf geschieden.

Wenn du ein bergiges Gelände steigst empor,ls steigest du hinab, kommt dir's zuweilen vor.

enn bis von einer Höh' zur andern wird gestiegen,cht's über Senkungen, die zwischen beiden liegen

lnd eh nicht, als erreicht der andre Gipfel ist,^kennest dn, daß du gestiegen wirklich bist.

Die Aussicht, schon zuvor gewonnen, dann geschwundenhat wieder nun, und zwar erweitert, sich gefunden

Doch auch zur Niederung wo dn dich schienst zu neigen,8» Wahrheit warst du dort begriffen schon im Steigen,

^inr niedrer im Bezug ans das, woher du kämesthöher an sich, weil du den Weg zur Höhe nähmest.

s ist naturgemäß der Weg, o geh' ihn nur!übst keinen andern ist gegangen die Natur

Als sie mit Bildncrtricb und schöpferischem Witze»rch's Reich der Formen klomm von Spitz' empor zu

kie konnte nicht umhin, in ihrem VorwertsstrebcnEich hier zu senken, um dort wieder sich zu heben.