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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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o4.

Nicht von der Sprache will ich sprechen, noch vom LichtDes Himmels, welches ans des Menschen Auge spricht;

Noch will ich sprechen von der sprechenden Geberdc,

Der herrschenden, die sich weiß nnterthan die Erde;

Bezeichnen will ich dir vier kleinre Mcnschhcitszcichen,Lächeln nnd Weinen mir, Erröthen nnd Erbleichen,

Ein sliicht'gcr Sonncnblick, ein Than ans Wolken sprühend,Ein leises Morgcnroth anglimmend nnd verblühend.

Von Farben der Natnr an Erd' nnd HimmelsflnrVerblieb im Angesicht des Menschen nnr die Spur,

Die Farben selber sind der niedern Welt gewährt,

In seinem Angesicht sind sic zn Duft verklärt.

Der Himmel selber hat ihm anfgedrückt die Zeichen,

Lächeln nnd Weinen und Erröthen nnd Erbleichen,

Drum stehen diese vier nicht in des Menschen Macht;

Kein rechter Mensch ist, wer weint wenn er will nnd lacht.

Und wer nicht, weil er will, erbleicht mehr nnd erröthet,Der hat die Menschlichkeit mit Menchclknnst gctödtet;

Der hat zerrissen selbst mit thörichtcm BerrathSein adliges Diplom, ein schlechter Diplomat,

Heiß' er ein Weiser nur, beherrschend die Natnr,

Sich und die Welt, er ist ein großer Affe nur;

Statt lächeln grinsen kann der Aff', statt weinen heulen,Zeigt statt Erbleichen und Erröthen farbige Beulen,