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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Die Aeffin auf dein Baum (sie hielt im Arm ein Kind) :

Sah zu und rief: Warum totst du so uugeliud?

Sie sprach: Wie sollt' ich nicht, wenn ihre Lust die AssenBehalten, und ich mir die meine sah entlassen?

Die Aeffin sprach: Mög' ich stets meine Freude sehn!

Dir ater ist vielleicht verdientes Leid geschehn.

Sprich: wovon nährst du dich? von Früchten wol und Laube?- .Nein! meinen: Stamm und Stand gemäß, von blnt'gem Raube.'- :

Und fragtest du erst, die du fraßest, ob sie Gatten, .

Ob Eltern sic daheim, oder ob Kinder batten? >

Sie sprach: Nein, Alt und Jung fraß ich ohn' Unterscheid;

Doch das that ich, wem that die Unschuld was zu Leid?

Die Aeffin sprach : - Zn Leid wird sic auch nie was thnn; iDer Kinder Unschuld büßt die Schuld der Mutter mm. j

Doch ist's ein Widerspruch, unschnld'ge Löwenbrut;

Die Milch, die sie an dir getrunken, war schon Blut. i

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Der König Löwe hält im Walde Mittagsrnh,

Verdrießlich gehen ibm die Augen ans und zu.

Die Sorge kann er sich nicht aus dem Sinne schlagen;

Den Umnnth minder noch verträumen als verjagen.

Da sieht er über sich im Baum ein Eichborn Hüpfen,Behaglich dnrch's Gezweig und unermüdlich schlüpfen.

Er ruft hinauf: Warum trag' ich des Thierreichs Krone?Du sitzest, kleines Tbier, dort ans der Freiheit Tbronc.

Wie kommt cs, daß du bast ein Glück, das mir nicht ward?Es rief herab: Das kommt von unsrer Lebensart.