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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Und hält sie dadurch nicht allein das Gleichgewicht,

Saß jede Spitze sich an einer andern bricht?

Die schuf die einzelnen, als diene alles ihnen,

Sa sie einander all', und all' dem Ganzen dienen.

Mon allen Thiercn ist ein Nutzen anzngeben,

Much außer jenem Zweck, dem höchsten, daß sie leben.

Senn wenn an einigen kein andrer Nutz erschienen,

Sie werden wenigstens zur Nahrung andern dienen.

Und andere, die ganz und gar sonst schädlich wären,Ditzen, indem sie sich von schädlichen ernähren.

Sinn könnten sagen zwar die thörichten Vcrmessncn,Entbehrlich seien samt den Fressern die Gefressnen.

Doch höchste Weisheit wollt' auch denen Leben gönnen,Tie siir nur oder durch den Tod nur leben können.

47 .

Die Löwin gieng ans Raub und ließ daheim zwei Jungen,Dlie hatten noch kein Blnt geleckt mit ihren Zungen.

Sie hatten nur die Milch der Mutterbrnst gesogen,

Und ihren Kindern war der Mutter Herz gewogen.

Sie schlang den blnt'gen Raub nun mit zwiefacher Lust,Um ihrem Paar mit Milch zu füllen jede Brust.

Doch als sie heim nun kam, war ihr znvorgekommenEin kühner Jäger, der die Jungen weggenommen.

Tie Löwin, wie sie sah sich ihrer Brnt beraubt,

Wie hat sie mit Gebrüll den Wald durchrast, dnrchschnaubt!

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