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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Das Grün unzweifelhaft stammt nicht ans grünem Saft,Denn nur durch Lust und Licht erlangt es solche Kraft.

Drum ist von Friihlingsgrün dein Auge so erquickt,Weil's drin vereint die zwei unsichtbaren erblickt.

Heil ihm, wenn dankbar es den Erdentraum genießt,

Bis er in Sonnengold und Aetherblan zerfließt!

Aus Gelb und Blau entspringt nach unten Grün durch MischNach oben mischt sich's nicht, dort blüht das Roth dazwischen.

Besonderstes ist Roth und Allgemeinstes Grün,

Und beide fordern sich, wo Schönstes soll erblühn.

Drum ist der höchste Schmuck, vom Lenz der Welt verlieh»,Aus Thronen von Smaragd die Rose von Rubin.

8 .

Der Frühlingshimmel soll in Wolkendünsten brüten,

Bis sich die Frühlingsflur gefüllt mit Laub und Blüten.

Schön ist der blaue Raum, der wolkenlose, nur,

Wenn ihm entgegen blüht die farbenreiche Flur.

Doch bis die Lebensfüll' erwacht im Erdgcfild,

Sei ein Ersatz mir ein fantastisch Wolkenbild.

«.

Sieh, wie die Blättchen sich um ihren Stengel stellen,Die lebenslustigen verträglichen Gesellen!

Stets eines oberhalb des andern, aber so,

Daß keines hinderlich ist keinem irgendwo;